Kreis Stormarn
Der Kreis Stormarn ist ein Landkreis des Bundeslandes Schleswig-Holstein. Er gehört zur Metropolregion Hamburg.
Geographie
Der Kreis Stormarn grenzt im Norden an den Kreis Segeberg, im Nordosten an den Kreis Ostholstein und an die kreisfreie Stadt Lübeck, im Osten und Süden an den Kreis Herzogtum Lauenburg und im Westen an die Freie und Hansestadt Hamburg. Stormarn ist einer der sechs nördlichen Randkreise in Schleswig-Holstein, die zusammen mit den acht südlichen Randkreisen in Niedersachsen und der Hansestadt Hamburg die Metropolregion Hamburg bilden.
Die höchste Erhebung Stormarns ist der Kleine_Hahnheider_Berg mit .
Geschichte
?Stormarn? ist auf die alte Bezeichnung eines Gaues, einer späteren Grafschaft, zurückzuführen, deren Einwohner schon im 8. Jahrhundert als Stormarii (auch Stormere) bezeichnet wurden.
*Bis etwa 600 wird Stormarn von Sachsen besiedelt, die Ostgrenze Stormarns zum heutigen Kreis Herzogtum Lauenburg stimmt in etwa mit der historischen Grenze zwischen Sachsen und Wenden der damaligen Zeit überein.
*um 810 ließ Kaiser Karl der Große den Limes Saxoniae (auch Sachsenwall genannt) durch Stormarn bauen, Reste einer Ringwallanlage sind heute noch bei der Nütschauer Schanze zu finden
• erhält Graf Adolf_von_Schauenburg]_Bad Oldesloe/'>Oldesloe] die [[Alster die Westgrenze Stormarns.
• fallen die Ämter]_Rethwisch an Dänemark.
• werden auch die altstormarnischen Ämter Trittau],_Tremsbüttel dänisch.
• Gründung der ersten Berufsschule in Bad Oldesloe]
• nach dem Anschluss Schleswig-Holsteins an Preußen] werden in [[Provinz Schleswig-Holstein 19 Kreise/'>Landkreis/'>Kreise und eine kreisfreie Stadt (Reinbek, Reinfeld, Rethwisch, Tremsbüttel und Trittau, der Stadt Bad Oldesloe, den amtsfreien Gemeinden Wandsbek und Reinfeld, 17 Adligen_Gütern und den in das Gebiet eingeschlossenen lübschen Enklaven gebildet. Verwaltungssitz ist zunächst Reinbek. Das Kreisgebiet wird in vier Kirchspielvogteien untergliedert, denen die Landgemeinden zugeordnet werden. Die Adligen Güter werden in Gutsbezirke umgewandelt.
• wird Wandsbek] Sitz der Kreisverwaltung.
• Die preußische Kommunalverfassung] vom 26. Mai [[1888 bringt eine neue Kreisordnung: Anstelle der vier Kirchspielvogteien treten nunmehr 26 Amtsbezirke, in die die 127 Landgemeinden des Kreises eingeordnet werden. Außerdem bestehen die 21 Gutsbezirke, die Stadt Oldesloe und die Flecken Wandsbek und Reinfeld als amtsfreie Gebietskörperschaften.
• Gründung der Kreisberufsschule] in [[Bad Oldesloe (die Zweigstelle Ahrensburg wird 1980 verselbständigt).
• Gründung der Landwirtschaftsschule (1994 geschlossen).
*1901] Wandsbek wird [[kreisfreie Stadt, bleibt aber Sitz der Kreisverwaltung.
*Das Unterelbegebietsgesetz vereinigt u.a. Lohbrügge/'>Hamburg-Lohbrügge/'>Lohbrügge mit Sande und schafft aus den Gemeinden Schiffbek, Öjendorf und Kirchsteinbek die neue Großgemeinde ' target='blank'>verliert Stormarn durch das Rahlstedt/'>Groß-Hamburg-Gesetz] etwa die Hälfte seiner Einwohner mit 12 Randgemeinden (u.a. [[Hamburg-Rahlstedt/'>Rahlstedt, Lohbrügge) an Hamburg. Die zu Hamburg gehörende Gemeinde Großhansdorf/Schmalenbeck fällt allerdings an Stormarn.
• wird die Verwaltung nach Zerstörung der Gebäude der Kreisverwaltung durch Kriegseinwirkungen]_von_Wandsbek_nach_Bad_Oldesloe_verlegt.
•_
• Die neue Kreisordnung der britischen Militärregierung ersetzt die Ämter/'>Amtsbezirk]e durch [[Amt (Kommunalrecht)/'>Ämter.
• wird Bad Oldesloe offiziell Sitz der Kreisverwaltung.
* und Harksheide sowie den Pinneberger Gemeinden Garstedt und Friedrichsgabe gebildet und dem Kreis Segeberg zugeschlagen.
• die kommunale Neugliederung führt zur Verringerung der Zahl der Ämter auf fünf und der amtsangehörigen Gemeinden auf 44. Daneben gibt es sechs Städte und fünf amtsfreie Gemeinden.
*1976] macht der in den vergangenen Jahren gewachsene Raumbedarf einen weiteren Verwaltungsbau in Bad Oldesloe an der Mewesstrasse notwendig.
• bezieht die Straßenverkehrsbehörde/Zulassungsstelle im Bad Oldesloer Gewerbegebiet Rögen ein eigenes Gebäude mit ausreichend Parkmöglichkeiten, nachdem es in der Mommsenstrasse viel zu eng wurde.
*1991] beschlossen der Senat der Freien und Hansestadt [[Hamburg, die Landesregierung von Niedersachsen und die Landesregierung Schleswig-Holstein, ihre Zusammenarbeit in der Metropolregion Hamburg zu verstärken. Seitdem ist Stormarn Mitglied der Metropolregion Hamburg.
• der Kreis Stormarn feiert sein 125jähriges Jubiläum.
*1996] wird Europas größter Obst- und Gehölzlehrpfad auf einer Länge von 4 km zwischen Grabau und Blumendorf bei Bad Oldesloe eingerichtet.
• mit dem Neubau am Bahnhof ist die Kreisverwaltung auf mittlerweile sieben Verwaltungsgebäude angewachsen, sechs davon befinden sich in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs, ein weiteres Gebäude (Zulassungsstelle) befindet sich im Gewerbegebiet Rögen.
*1998] der Kreis Stormarn ist nun auch im Internet zu finden.
• als erster Kreis in Schleswig-Holstein wählt der Kreis Stormarn seinen Landrat in einer Direktwahl.
*2004] richten die Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg eine gemeinsame Rettungsleitstelle in Bad Oldesloe ein.
Politik
Wappen
Das Wappen des Kreises zeigt auf rotem Grund einen silbernen Schwan in Kampfstellung mit erhobenem rechten Bein und einer goldenen Krone um den Hals.
Es ist seit dem späten [[15. Jahrhundert im Siegel des dänischen Königshauses für die Landschaft Stormarn (Grafschaft, Fürstentum) nachgewiesen und gehört zu den ältesten Kreiswappen Deutschlands.
Landräte
1868?1880: Wilhelm_Friedrich_Ludwig_Theodor_von_Levetzau
* 1880?1887: Carl_L._August_Leopold_Freiherr_von_Hollen
* 1887?1894: Detlev von Bülow, Freikonservative Partei
* 1894?1918: Joachim_Heinrich_Wilhelm_Max_von_Bonin, Freikonservative Partei
1919?1933: Friedrich Knutzen, DDP
* 1933?1936: Dr._Constantin_Bock_von_Wülfingen, NSDAP
1937?1940: Dr._Erich_Keßler
* 1940?1942: Rolf Breusing
* 1942?1943: Friedrich Karl von Lamprecht (Landrat des Kreises_Steinburg vertretungshalber)
* 1943?1945: Rolf Carls
* 1945: Dr. Kock
* 1945?1946: Wilhelm Paasche
* 1946: Heinrich Eckholdt
* 1946?1956: Wilhelm Siegel, SPD
* 1956?1957: Claus von der Groeben
* 1957?1975: Wennemar Haarmann
* 1975?1989: Hans-Henning Becker-Birck, CDU
1990?1998: Hans Jürgen Wildberg, parteilos
* seit 1998: Klaus Plöger, SPD
Kreispräsidenten
1950?1951: Otto Gramcko, SPD
* 1951?1955: Erika Keck, CDU
* 1955?1974: Friedrich Hardt, CDU
* 1974?1998: Hubert Priemel, CDU
* 1998?2003: Ursula Stielau, SPD
* seit 2003: Christa Zeuke, CDU
Wirtschaft und Infrastruktur
Der Kreis Stormarn wird wirtschaftlich stark durch die beiden Nachbarstädte Hamburg und Lübeck bestimmt, er zählt in weiten Teilen (Süden und Westen) zum ?Speckgürtel? Hamburgs, was sich sowohl in der demographischen Entwicklung (Bevölkerungswachstum von 163.000 Einwohnern im Jahr 1973 auf derzeit über 220.000 Einwohner) als auch in der Ansiedelung vieler Gewerbe und Industrien bemerkbar machte. Der Nordosten des Kreises ist dagegen vor allem von Landwirtschaft geprägt.
Bereits vor 50 Jahren (23. März 1957) hat der Kreis Stormarn die mittlerweile älteste deutsche Wirtschaftsförderungsgesellschaft gegründet - die Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS).
Ungünstig für die Kreisstruktur ist die langgezogene Form des Kreisgebiets einerseits und die große Bevölkerungskonzentration in den Gemeinden im Südwesten des Kreises (Reinbek, Glinde, Barsbüttel) andererseits. Dies führt oft zu langen Wegen für die Bürger. Das versucht der Kreis mittlerweile durch Verwaltungskooperationen mit den jeweiligen Stadt- und Amtsverwaltungen auszugleichen.
Verkehr
Für den Verkehr bestimmend wirkt sich die Lage des Kreises entlang der Autobahnen 1 (?Vogelfluglinie?), 24 (Hamburg?Berlin), 20 (Lübeck?Rostock), 21 (Bargteheide?Kiel) und der Bahnlinie Hamburg?Lübeck aus.
Der ÖPNV im Kreisgebiet wurde 2003 in den HVV eingegliedert.
Flughäfen sind Hamburg Airport und Lübeck.
Bildung
Der Kreis Stormarn trägt zwei berufliche Schulen, eine in Ahrensburg und eine in Bad Oldesloe. Die berufliche Schule in Bad Oldesloe ist Projektschule für das Konzept ?Regionale Berufsbildungszentren?, kurz RBZ. Diese sollen unabhängiger von ihrem Träger sein und viele Entscheidungen selbst treffen können. Weiter ist die Schule unternehmensartig organisiert, wodurch sie effektiver arbeiten soll. Der Name der beruflichen Schule des Kreises in Bad Oldesloe lautet ?RBZ Nordstormarn?.
Kultur
Baudenkmäler
Schloss Ahrensburg
Schloss Reinbek
Herrenhaus_Nütschau
Städte und Gemeinden
(Einwohner am 30. September 2006)Ämter mit amtsangehörigen_Gemeinden
Literatur
* Barbara Günther (Hg.): Stormarn-Lexikon. Neumünster 2003. ISBN 3529071501
* Johannes Spallek: Stormarn zwischen Alster und Bille. Wachholtz Verlag, Neumünster 1994. ISBN 3529055123
* Helmuth Peets: Stormarn ist einen Ausflug wert. Oho Verlag, Bad Oldesloe 1999. ISBN 3980495914
* Günther Bock, Hans-Jürgen Perrey, Michael Zapf: Stormarn. Geschichte, Land und Leute. Medien-Verlag, Hamburg 1994. ISBN 3929229226
Weblinks
• Website des Kreises Stormarn
• Touristische Informationen zum Kreis Stormarn u. Umgebung
• Weitere Weblinks zum Kreis Stormarn im OpenDirectory

