Essen-Kupferdreh
aus gesehen]]Kupferdreh ist ein Stadtteil im Stadtbezirk_VIII_Essen-Ruhrhalbinsel der Stadt Essen. Er hat 11.475 Einwohner (Stand: 31. März 2007)Statistik der Stadt Essen (PDF-Datei 11,0 kB) [http://www.essen.de/Deutsch/Rathaus/Statistik/Einwohner_2006.pdf] und grenzt im Westen an die Ruhr und an den Baldeneysee. Er hat eine Gesamtfläche von 9,42 Quadratkilometern und liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 58 Metern ü. NN. Kupferdreh grenzt im Norden und im Osten an den Stadtteil Byfang, im Süden an Voßnacken und im Westen an Fischlaken, Werden und Heisingen.Geschichte
Auf Kupferdreher Gebiet wurde bereits im Jahre 1550 eine Kupferhütte, die Deiler Koperhut, und seit dem 17. Jahrhundert der Deilbachhammer betrieben. Dieser Eisenhammer war nach dem kleinen Fluss Deilbach benannt, der hier in die Ruhr mündet.
Ab 1780 wird die Ruhr für die aufkommende Industrie schiffbar gemacht, wobei die schärfste Flusskrümmung mit hoher Fließgeschwindigkeit bei Hinsbeck in der Deilbachmündung lag. Die Kurve, oder besser Drehung der Ruhr betrug etwa 180 Grad. Die Bürger nannten diese Drehung der Ruhr mundartlich Kopperdreih bzw. Kupperdrehe. In der Deilbachmündung befand sich ein Hafen für den nahe gelegenen Kupferhammer. Vor dem Hafen bildete der Deilbach eine große Schleife um die damals sogenannte Kupferwiese, wo auch der Lagerplatz des Kupferhammers war. Nachdem Hinsbeck 1803 preußisch wurde, beginnt um 1820 die Aufnahme des preußischen Urkatasters, worin der Berghang an der Ruhrkrümmung mit An der Kupperdrehe bezeichnet wird. 1933 werden die Kupperdrehe, also der Knick der Ruhr und der alte Hafen vom neu aufgestauten Baldeneysee überflutet.
Der Erbauer der Deilthaler Eisenbahn (oder Prinz-Wilhelm-Eisenbahn), Friedrich Harkort, verwendete 1831 beim Bau dieser den Namen An der Kupperdrehe für eine Haltestelle. Als die Eisenbahn 1844 erweitert und auf Dampfbetrieb umgestellt wurde, verwendet Friedrich Harkort diesen Namen erneut. Begünstigt durch den Eisenbahnanschluss siedelte sich 1852 die Eisenhütte Phoenix an [http://www.kupferdreh.de/index.php?pid=10 Kupferdreh online - Chronik]
. , deren Betriebe in Kupferdreh mitsamt den Hochöfen 1914 wieder aufgelöst wurden [http://www.hespertalbahn.de/Veh/HTBChronik/Zementfabrik/Zement-Fabrik-Geschich.htm Hespertalbahn - Chronik]
. .
Im Jahre 1855 bekam die Bahnstation in Hinsbeck eine eigene Postexpedition. Hierfür wurde der Name Kupferdreh erstmals offiziell verwendet.
1875 wurde Kupferdreh als Gemeinde aus den ehemaligen Honnschaften Hinsbeck und Rodberg gebildet.
1895 wurden noch die ehemaligen Bauernschaften Dilldorf und Teile des Voßnacken der Gemeinde Kupferdreh zugeordnet. 1896 wurde Kupferdreh gemeinsam mit Essen-Byfang zur Bürgermeisterei erhoben. 1929 erfolgte die Eingemeindung in die Stadt Essen.
Die Bürgermeister waren:
* 1896 - 1901 : Johann Jacob Hubert Arntz
* 1902 - 1919 : Johann Wilhelm Krake
* 1920 - 1929 : Hermann Gerhard Pieper
Von 1937 bis 1994 war Kupferdreh Garnisonsstadt. Auf einem Hochplateau in der Germarkung Hinsbeck (Ruhr), befand sich in dieser Zeit die in den 60er Jahren so benannte Ruhrlandkaserne.
Kupferdreh heute
aus mit B227]]
Kupferdreh ist einer der südlichsten Stadtteile Essens, abseits des Zentrums und südöstlich des Baldeneysees an der Ruhr gelegen. Das Angebot für die Naherholung, auch mit teils markierten Wanderwegen in Felderlandschaften, Wäldern, kleinen Tälern bis hin zum Baldeneysee ist vielseitig. In Kupferdreh kreuzen sich zwei Radfernrouten: Duisburg-Sauerland entlang der Ruhr und die sogenannte Kaiserroute, einem 370 Kilometer langen Radweg, der die historische Verbindung der Kaiserpfalzen Aachen und Paderborn nachzeichnet.
Die umliegenden Dörfer wie Dilldorf, welches heute zu Kupferdreh gehört, und der Stadtteil Essen-Byfang, sowie die Kupferdreher Straße als Geschäftsstraße geben zusammen einen Eindruck von Eigenständigkeit Kupferdrehs. Seine Siedlungsstruktur wird durch seine eigenartige Topographie bestimmt. Deutlich erkennbar ist das Gebiet dem "bergisch-sauerländischen Unterland" zuzuordnen. Geprägt ist Kupferdreh durch gelockerte Wohnbebauung mit größeren Grünflächen und einem großen Teil Landwirtschaft. Hinzu kommen als markante Strukturen die Gewerbebebauung im Deilbachtal und Ruhrtal, die zum Teil verdichtete Bebauung im inneren Ortsbereich und am West- und Osthang. Diese unterschiedlichen Bedingungen machen Kupferdreh zu einem attraktiven Wohngebiet.Webseite der Stadt Essen[http://www.essen.de/Deutsch/Leben/Stadtteile/Stadtteilprofile/Kupferdreh.asp]
2004 wurde das große Neubaugebiet Dilldorfer Höhe auf dem Gelände der ehemaligen Ruhrlandkaserne fertiggestellt. Dieses Gebiet wird heute durch die in dieser Zeit neu ausgebaute Bundesstraße 227 vom restlichen Stadtteil getrennt. 1995 kaufte die Allbau-AG das etwa 17.000 Quadratmeter große Gebiet, welches sie schon einmal besaß, für rund 13,6 Millionen D-Mark zurück. Geplant waren ursprünglich etwa tausend Wohneinheiten für 2.500 Bewohner. Vorbildlich sind heute die Einrichtungen für Kinder in diesem Gebiet.Initiative "Bürger Für Dilldorf" [http://www.dilldorf.net]
Bildung
In Kupferdreh gibt es drei Grundschulen (Städt.kath. Grundschule - Josefschule, Städt. Grundschule - Hinsbeckschule und die Städt. Grundschule - Dilldorfschule).
Benderpark
Der Benderpark ist ein Park mitten in Kupferdreh. Hier befand sich früher das Anwesen (Villa und Park) des Fabrikbesitzers Dr. August Bender (Zementfabrik Narjes und Bender). August Bender hat das gesamte Gelände der Gemeinde Kupferdreh mit der Auflage vermacht, hier einen Park für die Kupferdreher Bürger anzulegen. Dieser grenzt heute an die Kupferdreher Straße, an das katholische St. Josef Krankenhaus mit mehr als 250 Betten und an die Byfanger Straße, und liegt nahe der Josef-Schule.
Siehe auch
• Hespertalbahn
*[[Alter' target='blank'>Bahnhof Kupferdreh]
Weblinks
• Kupferdreher Chronik

