Essen-Karnap
Essen-Karnap ist der nördlichste Stadtteil der Stadt Essen im Stadtbezirk_V_Altenessen/Karnap/Vogelheim. Karnap hat 8.101 Einwohner (Stand: 31. März 2007)Statistik der Stadt Essen (PDF-Datei 11,0 kB) [http://www.essen.de/Deutsch/Rathaus/Statistik/Einwohner_2006.pdf] und mit einer durchschnittliche Höhenlage von 26 Metern ü. NN den tiefsten Punkt der Stadt Essen.Lage
Karnap erstreckt sich mit einer Gesamtfläche von 4,04 Quadratkilometern in Nord-Süd Richtung über 2,1 und in Ost-West Richtung über 1,6 Kilometer.
Der Stadtteil grenzt im Norden an Essens Nachbarstädte Gelsenkirchen, Gladbeck und Bottrop. Im Süden bilden der Rhein-Herne-Kanal und die Emscher die natürliche Grenze zur Stadt Essen.
Geschichte
Das 1332 erstmals urkundlich erwähnte Carnap, bis 1915 mit "C" geschrieben, da benannt nach der Familie Carnap, ist geprägt durch seine besondere geographische Lage und war durch seine Stadt- und naturräumliche Situation von jeher eigenständig. Zwischen 1915 und 1929 war Carl Hold Bürgermeister der Stadt Karnap. Erst 1929 wurde Karnap nach Essen eingemeindet.
Bergbau und heutige Gewerbesituation
Karnap war über 100 Jahre sehr stark durch den Bergbau mit seinen zahlreichen Nebenbetrieben geprägt. Es war bis in die 50er Jahre ein Stadtteil, der mehr Arbeitsplätze als Einwohner hatte.
Der Niedergang des Bergbaus zog sich durch die 60er Jahre und erreichte 1971 mit der völligen Stilllegung der Zeche Mathias_Stinnes seinen absoluten Höhepunkt. In einem knappen Jahrzehnt waren weit über 6.000 Arbeitsplätze verloren gegangen.
Heute sind nur noch die Glaswerke und das Müllheizkraftwerk als nennenswerte Arbeitgeber zu erwähnen, allerdings mit sehr stark reduzierter Belegschaft. Nur die 1982 an der Haltestelle Arenbergstraße aufgestellte Seilscheibe erinnert in Karnap noch an die lange Bergbautradition.
Als neue zukunftsträchtige Gewerbeentwicklung ist der Carnaperhof zu nennen. Dieser als Modellprojekt vom ehemaligen Bundeswirtschaftsminister Clement 2004 ausgezeichnete Gewerbepark trägt den Namen des ehemaligen Lehnshofes aus dem 14. Jahrhundert, ein Siedlungskern von Karnap. Rund um dieses Projekt gibt es zahlreiche Ansätze für eine allgemeine Standortaufwertung. Auch die einzige Müllverbrennungsanlage Essens ist in Karnap zu finden.
Bildung
Karnap verfügt über die Maria-Kunigunda-Grundschule in der Timpestraße 52 und die Hauptschule Karnap im Sigambrerweg 8-10.
Sport
Karnap verfügt über den Fußballclub Karnap 07/27, sowie den Tennis-Club Essen-Karnap 1928 e.V. und über den Turnverein Karnap 04.

