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Wichtiger Hinweis zum Inhalt des Online-Lexikons Bei den auf dieser Seite aufgeführten Texten/Artikeln/Inhalten handelt es sich ausschließlich um fremde Inhalte, die sich die Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG ausdrücklich nicht zu Eigen macht. Diese fremden Inhalte, die keiner regelmäßigen Überprüfung unterliegen, sind ausnahmslos solche der freien Enzyklopädie Wikipedia, für die keinerlei Verantwortung übernommen wird.


Lizenzbestimmungen Der Text / Artikel / Inhalt auf dieser Seite innerhalb der Rubrik "Online Lexikon" basiert, soweit nicht anders angegeben, auf dem Artikel DB Baureihe V 100 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Die Inhalte stehen unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der Autoren ist dort abrufbar.
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DB Baureihe V 100


Ende der 1950er Jahre wurden die Diesellokomotiven der Baureihe V 100 von der Deutschen_Bundesbahn für nicht elektrifizierte Nebenstrecken als Ersatz für den Betrieb mit Dampflokomotiven vorgesehen. Die Baureihe V 100 wurde in zwei verschiedenen Ausführungen produziert.

Baureihe V 100.10 / Baureihe 211


Die Baureihe V 100.10 war eine Diesellokomotive für den leichten Reise- und Güterzugdienst auf Nebenstrecken. Sie wurde 1956 von dem BZA München zusammen mit der MaK für die Deutsche Bundesbahn entwickelt.

Im Spätherbst 1958 wurden die ersten sechs Erprobungsmaschinen ausgeliefert, wobei die als V 100 001 bis 005 eingereihten Loks mit einem 809 kW (1.100 PS) Motor, die V 100 006 jedoch mit einem 993 kW (1.350 PS) Motor ausgerüstet wurden. Die letztgenannte Lokomotive bildete dabei die Grundlage für die spätere Baureihe 212. Die V 100 007 wurde als siebte Erprobungslok von der MaK selbst gebaut und in Schweden erprobt; sie wurde 1959 von der DB gekauft. 1960 wurden die Vorserienmaschinen 001 bis 005 und 007 zur besseren Unterscheidung von der stärkeren V 100 006 in V 100 1001 bis 1005 und 1007 umgezeichnet. 1961 begann man mit der serienweisen Auslieferung, die bis 1963 andauerte.

Im Rahmen der Umnummerierung der Triebfahrzeuge der Deutschen Bundesbahn im Jahre 1968 wurde die V 100.10 als Baureihe 211 eingeordnet. Sie wurde 1994 von der Deutsche Bahn AG übernommen.

Nach fast vierzig Jahren Einsatz wurde die letzte Maschine 2001 ausgemustert. V 100 1023 (211 023) ging nach ihrer Ausmusterung an das DB-Museum_in_Nürnberg. Am 17. Oktober 2005 wurde sie bei einem Brand schwer beschädigt. Im Juni/Juli 2006 wurden alle ausgebrannten Dieselloks des Museumsbestands zerlegt und verschrottet.


Baureihe V 100.20 / Baureihen 212 und 213

Die Baureihe V 100.20 bzw. 212 ist eine leistungsstärkere Variante der V 100. Sie wurde nach dem Prototypen V 100 006, ab 1960 als V 100 2001 bezeichnet, von 1962 an in Serie in Dienst gestellt und war im Gegensatz zur im Nebenbahndienst eingesetzten V 100.10 auch für den Haupt- und Steilstreckendienst vorgesehen. Bis 1966 wurden insgesamt 381 Exemplare in Dienst gestellt. Die Baureihe 212 ist 12,1 Meter lang (ab Nummer 022: 12,3 Meter) und wiegt 63 Tonnen. Ihre Höchstgeschwindigkeit liegt bei 100 km/h. Die Motorleistung beträgt 993 kW (1.350 PS).Zehn Lokomotiven aus der letzten Serie von 150 Maschinen wurden außerdem mit verstärkten Bremsen und modifizierten Getrieben versehen und waren auf Steilrampen im Einsatz. Diese ursprünglich als V 100 2332 bis 2341 eingereihten Loks wurden ab 1968 als Baureihe 213 geführt. Sie lösten die Dampflokomotiven der Baureihen_82 und 94 auf der Murgtalbahn und im Westerwald ab. Auf der Murgtalbahn wurden sie 1972 wiederum von der Baureihe 218 abgelöst.

1989 wurden weitere 13 Lokomotiven im Ausbesserungswerk Bremen für den Einsatz in Tunnelrettungszügen umgebaut. Diese bestanden aus je einem Transport-, Geräte- und Löschwagen. Die 13 Loks erhielten die Baureihenbezeichnung 214, wurden jedoch später nochmals in Baureihe 714 umbenannt.

Mit der Abstellung der letzten durch Railion genutzten Lokomotiven der Baureihe 212 zum 13. Dezember 2004 endete der Einsatz der V100 bei der DB weitgehend. Weiterhin genutzt werden neben den 13 Tunnelhilfsloks der Baureihe 714 lediglich vier Maschinen der Reihen 212 und 213 bei der DB-Tochter Deutsche Bahn Gleisbau GmbH (DBG) sowie eine Lokomotive der Reihe 213 bei der DB-Tochter SüdostBayernBahn (wurde im November 2006 abgestellt).
Im Oktober 2006 wurden jedoch 12 bereits ausgemusterte 212 zwecks Reaktivierung bei DB-Services zur Hauptuntersuchung in das AW überführt.

Viele Loks aus dem Bestand der DB wurden im Rahmen eines Joint Ventures mit ALSTOM an die Alstom Lokomotiven Service GmbH in Stendal verkauft. Dort werden die Maschinen bei Bedarf systematisch aufgearbeitet und an Interessenten, wie etwa Privatbahnen im In- und Ausland, verkauft. Sehr beliebt ist die Lok auch bei Gleisbaufirmen, da sie durch die Bauart mit hochliegendem Mittelführerstand eine sehr gute Übersicht gegenüber Lokomotiven mit Endführerstand bietet.

Neben 211 023-7 (siehe oben bei BR 211) wurden auch die DB-eigene Museumsloks 212 023 und 212 330 bei dem Brand am 17. Oktober 2005 in Nürnberg erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Die 212 wurde erst 2004 ausgemustert und an das DB Museum abgegeben. Bis dahin wurde sie von einer Gruppe Eisenbahnern jahrelang gepflegt; sie hatten sich ihrer bereits 1993 angenommen und dafür gesorgt, dass sie zwei Hauptuntersuchungen (1994 und 2000) in der historischen Lackierung in Purpurrot (Epoche IV) erhielt. Im Juni/Juli 2006 wurden alle ausgebrannten Dieselloks des Museumsbestandes zerlegt und verschrottet.

Eine ganze Reihe von Lokomotiven der Baureihe V100 wurde museal erhalten. So beispielsweise: 211 023-7 (DB Museum), 211 054-2 (Gemeinde_Eschenau), 211 079-9 (Hammer EF), 211 200-1 (DGEG), 211 357-9 (Gesellschaft zur Erhaltung von Schienenfahrzeugen), 212 001-2 (DB Museum), 212 007-9 (DGEG), 212 009-5 (privat), 212 023-6 (DB Museum), 212 062-4 (DB Museum), 212 077-2 (DB Museum), 212 084-8 (DB Museum), 212 133-3 (privat), 212 203-4 (privat) und 212 372-7 (DB Museum).

Siehe auch
Die_211_als_2048_in_Österreich

Literatur


Bücher


* Peter Große, Josef Högemann: Die Baureihe V 100, EK-Verlag, Freiburg 2005, ISBN 3882551046
* Andreas Burow: Die V 100-Familie, GeraNova Bruckmann, München, 2004, ISBN 3765471097
* Alexander von Lüpke: "Museumslokomotive 212 203-4, Eisenbahnfachbuch-Verlag, Neustadt 2003, ISBN 3980774805

Zeitschriftenartikel


* Fritz Engbarth: Abgelöst! Das Ende der V 100 in der Pfalz. In: Eisenbahn-Kurier. Nr. 337/Jahrgang 34/2000. EK-Verlag GmbH, , S. 50-53.
* Marcus Niedt: Mädchen für alles. Die Baureihen 211-214 der Bundesbahn. In: LOK MAGAZIN. Nr. 238/Jahrgang 40/2001. GeraNova Zeitschriftenverlag GmbH München, , S. 69-79.
* Thomas Feldmann: Baureihe 212. Im Führerstand. In: LOK MAGAZIN. Nr. 257/Jahrgang 42/2003. GeraNova Zeitschriftenverlag GmbH München, , S. 52-55.
* Andreas Burow: Lok für steile Strecken. Die Baureihe 213. In: LOK MAGAZIN. Nr. 280/Jahrgang 44/2005. GeraNova Zeitschriftenverlag GmbH München, , S. 34-47.

Film


* SWR: Eisenbahn-Romantik ? Abschied von der V 100 (Folge 364)

Weblinks


Homepage der V 100
Triebfahrzeug-Lexikon BR 212
Triebfahrzeug-Lexikon BR 211
Die V 100 der DB
Museumslokomotive 212 203-4
Die Geschichte der V 100 1023







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